|
| |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Wären da nicht die Jugendlichen, könnte man meinen, die Schreiberinnen und Schreiber des Stenografenvereins hätten sich auf Bronzemedaillen spezialisiert. Am 23. und 24. September 2006 wurde in Gelsenkirchen-Buer anlässlich des 60. Bestehens des dortigen Stenografenvereins die Verbandsmeisterschaften ausgerichtet. Und die Dülmener Erwachsenen haben fleißig Edelmetall gesammelt. Im 20-Minuten Schnellschreiben erreichte Thomas Brinkmöller den dritten Rang mit 539 Anschlägen pro Minute, Thomas Broeker belegte den sechsten Platz mit 512 Anschlägen, Stefan Röhling schrieb 433 Anschläge und Olaf Tamm 351 Anschläge. Diese Leistung reichte dann, dass die Erwachsenenmannschaft den dritten Platz belegen konnte und sich die Bronzemedaille in der Siegerehrung abholen konnte. Bei einem schwierigen Text über die Arbeitslosenversicherung, Hartz IV und sozialer Sicherung bewiesen auch die anderen Schreiber ihr Talent. Im Überblick: Sylvia Weber 308 Anschläge, Anita Kollwitz 252 Anschläge, Marius Mederer 257 Anschläge. Bei den Jugendlichen (bis Jahrgang 1986) erreichte Raphael Messing 315 Anschläge, Robert Heger 273 Anschläge und Christine Hülsheger 209 Anschläge. In der Schülerklasse bis 16 Jahre schrieb Jennifer Koer 256 Anschläge und wurde beim ersten Start bei einem Verbandstag neunte. Ihre Schwester Sandra Koer erreichte 180 Anschläge. Und in der Gesamtleistung waren die Jugendlichen und Schüler dann im Vergleich mit den anderen Vereinen sogar besser als die Erwachsenen, sie erreichten die Silbermedaille und wurden Vize-Mannschaftsmeister in der Jugendklasse. Im Perfektionsschreiben, bei dem 10 Minuten lang ein Text über Ferienhäuser und -gegenden in Kroatien erfasst wurde, darf pro 1 000 Anschläge nur ein Fehler gemacht werden. Hier bewiesen die routinierten Dülmener Schreiber wieder ihre Sicherheit und konnten als Mannschaft den dritten Rang belegen und die nächste Bronzemedaille mit nach Hause nehmen. Thomas Brinkmöller war wieder bester Dülmener mit 560 Anschlägen pro Minute. Stefan Röhling erreichte 424 Anschläge, Thomas Broeker 519, Olaf Tamm 300, Sylvia Weber 325 und Dorothe Spahn 209 Anschläge pro Minute. In der Jugendklasse erreichte Raphael Messing seinerseits den dritten Rang und konnte die nächste Medaille in Empfang nehmen. Er schrieb 319 Anschläge pro MInute. Christine Hülsheger erreichte hier 255 Anschläge. Auch in der Schülerklasse gab es Bronze. Jennifer Koer schrieb 259 Anschläge und wurde dritte. Damit konnten nicht nur die Erwachsenen, sondern auch die Jugendlichen wieder in der Mannschaftswertung den dritten Rang belegen und wieder eine Bronzemedaille gewinnen. In der Textbearbeitung und -gestaltung wurden die Dülmener Schreiber - wie sollte es anders sein- Drittplatzierte und Bronzemedaillengewinner in der Mannschaftswertung. Thomas Broeker erreichte hier 193 Textbearbeitungen in 10 Minuten, Thomas Brinkmöller 152, Stefan Röhling 108, Marius Mederer 11, Olaf Tamm 92, Dorothe Spahn 77 und Sylvia Weber 67 Textbearbeitungen. In der Jugendklasse startete hier christine Hülsheger. Sie erreichte 81 Textbearbeitungen. Im 30 Minuten dauernden Wettbewerb "Praxisorientierte Textverarbeitung" ist Thomas Broeker aus Dülmen Wettschreibleiter und muss den Text für den Wettbewerb erstellen. "Wenn ich auf meine Medaillen schaue, die ich schon gewonnen habe, dann habe ich doch eine Träne im Knopfloch. Denn wieder sind die Dülmener dritte geworden, dieses Mal bekomme ich selber aber keine Medaille", klärte Thomas Broeker in der Siegerehrung sofort auf, dass seine Vereinskollegen wieder einmal die Bronzemedaille gewonnen hatten. Thomas Brinkmöller belegte mit 134 von 200 Wertungspunkten den sechsten Rang, Stefan Röhling, der zum ersten Mal in dieser Disziplin startete, erreichte sofort 107 Punkte, Marius Mederer erreichte 60 Punkte. Christine Hülsheger erzielte in der Jugendklasse 50 Punkte. Neben den technischen Disziplinen, die von den Dülmenern ausschließlich an den vereinseigenen Notebooks durchgeführt werden, glühen in der Stenografie immer noch die Bleistifte, Füllfederhalter und Kugelschreiber. Noch immer ist Stenografie aktuell und für die schnelle Notiz bestens geeignet, wie die Schreiber wieder bewiesen. Anita Kollwitz erreichte hier eine Silbenzahl von 280 pro Minute, dicht gefolgt von Ulrich Hörsting, der 260 Silben pro Minute von der Kurzschrift in die Langschrift übertrug. Die Wettschreibsaison ist nun für die meisten Schreiber des Dülmener Vereins vorbei. Die besten Schreiber aus NRW wurden an diesem Wochenende ermittelt, diese dürfen am ersten November-Wochenende in Gießen die Titel, die die Schreiber des Verbandes für Informationsverarbeitung NRW E. V. beim Bundespokalschreiben 2005 in Dülmen errungen haben, verteidigen. Die Latte liegt hoch, zumal zwei erste und ein dritter Platz erreicht wurden. "Aber wir sind zuversichtlich, dass wir mit unseren Top-Leistungen einiger Schreiber aus Dülmen die Mannschaft gut unterstützen können und auch in diesem Jahr wieder hervorragend abschneiden werden", freut sich Vereinsvorsitzende Barbara Broeker, die Vize-Präsidentin des Deutschen Stenografenbundes ist, auf den Jahresabschluss beim Bundespokalschreiben in Gießen. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
![]() | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||