Einen Titel zu gewinnen - das ist das Eine. Einen Titel zu verteidigen, das ist das Andere. Und wenn es gleich zwei Titel sind, dann ist das doch gleich umso besser. Reiner Karbowski, Vorsitzender des Verbandes für Informationsverarbeitung NRW E. V. zeigte sich sehr zufrieden mit den Ergebnissen des 18. Bundespokalschreibens, das am vergangenen Wochenende in Gießen durchgeführt wurde: „Da muss ich doch mal gleich den Sekt bestellen!"
Möglich wurde das tolle Ergebnis bei dem Wettschreiben auch durch die Dülmener Schreiber. Beim Heimspiel gewann die nordrhein-westfälische Mannschaft im vergangenen Jahr in Dülmen die beiden Pokale im 30-Minuten-Schnellschreiben und in der Textbearbeitung und -gestaltung. Also hieß es in diesem Jahr, diese beiden Titel nach Möglichkeit zu verteidigen.
In der Schnellschreibmannschaft waren zwei von fünf Schreibern aus Dülmen. Thomas Brinkmöller, der 560 Anschläge pro Minute schrieb und Thomas Broeker, der 511 Anschläge pro Minute erreichte, holten sich wieder gemeinsam mit Peter Dudziak (StV Haltern), Olaf Rörtgen und Hubert Hoffmann (Vestischer Stenoclub Recklinghausen) den Pokal der besten Schnellschreibmannschaft deutschlandweit.
Jeder Schreiber darf hier - anders als bei anderen Wettschreiben - nur an einer Disziplin teilnehmen. Thomas Broeker schrieb zum ersten Mal seit es die Disziplin „Textbearbeitung und -gestaltung" gibt, wieder beim Schnellschreiben mit. Denn als Wettschreibleiter für diese Disziplin erstellt er die Aufgabenstellung und darf damit natürlich nicht mehr seine eigenen Aufgaben lösen. Trotzdem konnten die Schreiber aus Nordrhein-Westfalen wieder einmal hervorragende Ergebnisse erzielen und sich mit deutlichem Vorsprung vor den Schreibern aus Hessen platzieren. Annemarie Mersch (StV Rheine), Christiane Bülten, Marion Brüdigam, Kristian Laß und Stefan Bender (alle Vestischer StC) lagen zum Schluss 8 550 Punkte vor der hessischen Konkurrenz.
In der Kurzschrift vertrat Anita Kollwitz vom Dülmener Verein NRW beim Bundespokalschreiben. Sie erreichte hier bei einem schwierigen politischen Text, der mitgeschrieben werden musste, 240 Silben pro Minute. Gemeinsam mit Sabine Hoffmann (Vestischer StC), Udo Klüting (StV Menden) und Gerhard Skups (Lüdenscheid) platzierten sich die Schreiber auf dem fünften Rang.
Damit ist die Wettschreibsaison 2006 abgeschlossen, das Bundespokalschreiben bildet immer den Abschluss beim Treffen der besten Schreiber. Das Jahr 2007 wird wieder interessant, die Deutschen Meisterschaften finden in Rheine statt, hier werden bei einem „Fast-Heimspiel" die Dülmener Schreiber sicher reichlich vertreten sein.
„Und wer auch einmal Wettschreibluft schnuppern will, der sollte sich einfach für einen der nächsten Kurse im Januar beim Stenografenverein Dülmen anmelden und mit uns trainieren", resümiert Vereinsvorsitzende und Vizepräsidentin des Deutschen Stenografenbundes, Barbara Broeker.
Die erfolgreichen Schreiber des VfI NRW E. V. von links: Hubert Hoffmann (Vestischer Stenoclub), Thomas Brinkmöller (StV Dülmen), Olaf Rörtgen (Vestischer Stenoclub), Thomas Broeker (StV Dülmen). Es fehlt Peter Dudziak. Rechts Lothar Bögel vom Hessichen Verband.